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Im Gespräch mit Wolfgang Hofmann, Regional Security Manager Germany & Austria bei International SOS.  
11.05.2026

„Krisen kennen keine Bürozeiten“

ESV-Redaktion Betriebssicherheit
Auch während einer Eskalation haben Arbeitgeber bei Auslandseinsätzen eine umfassende Fürsorgepflicht. (Foto: © Mario Andreya)
Die sicherheitspolitische Lage im Nahen Osten stellt Unternehmen, die Mitarbeitende in der Region beschäftigen, vor enorme Herausforderungen. In der Golfregion mussten sie binnen weniger Stunden Entscheidungen treffen, für die sonst Monate der Vorbereitung erforderlich sind. Können Mitarbeitende vor Ort bleiben? Müssen sie evakuiert werden? Und wenn ja, wie?

Wolfgang Hofmann berichtet aus der operativen Praxis der vergangenen Wochen. Im Interview analysiert er die Situation, erklärt, welche Erwartungen bei Evakuierungen unrealistisch sind und weshalb ein belastbares Krisen- und Reiserisikomanagement Teil moderner betrieblicher Prävention sein muss.

Herr Hofmann, seit Beginn der jüngsten Angriffe in der Golfregion haben Sie einen enormen Anstieg von Hilfsanfragen erlebt. Wie stellt sich die Lage aktuell aus Ihrer Sicht dar?

International SOS hat seit dem 28. Februar mehr als 4.800 konkrete Anfragen zur Krise im Nahen Osten erhalten. Dies übersteigt die Anzahl der Unterstützungsleistungen in vorherigen Krisen bei Weitem. Aktuell sehen wir eine Abnahme neuer Anfragen. Die Unsicherheit darüber, wie es mit bzw. nach der aktuellen Waffenruhe weitergeht, ist jedoch nach wie vor ein wichtiges Thema. Derzeit fokussieren wir uns vor allem auf Anfragen aus dem Bereich der Prävention, also der Vorbereitung auf eine mögliche erneute Eskalation.

Worin unterscheidet sich die aktuelle Situation von früheren Krisen, etwa von der, die nach dem Terrorangriff der Hamas im Jahr 2023 folgte?

Die aktuelle Krise erstreckt sich über mehrere Länder. Sie hat den Luftraum über den Golfstaaten, Israel, dem Libanon, Jordanien und den Transitländern Richtung Asien beeinflusst. Das ergibt eine deutlich gestiegene Komplexität, auch aufgrund der deutlich erhöhten Zahl an Expats und Reisenden, die sich in den Golfstaaten aufhalten. Zum Vergleich: Während der gesamten Krise rund um den Terrorangriff am 7. Oktober 2023 sind bei uns etwa 1.300 Anfragen zur Unterstützung eingegangen, allein am 28. Februar 2026 waren es über 1.000.

Welche Fragen stellen Unternehmen Ihnen derzeit am häufigsten?

Mittlerweile stellen Unternehmen strategische Fragen: Wie könnte der Konflikt weitergehen? Wie könnten mögliche Szenarien nach dem Konflikt aussehen? Ein weiterer Fokus liegt auf der Frage, wie Mitarbeitende vor Ort in den Golfstaaten unterstützt und dort gehalten werden können.

Welche arbeitsrechtlichen Pflichten haben Arbeitgeber bei Auslandseinsätzen während einer Eskalation?

Auch während einer Eskalation haben Arbeitgeber bei Auslandseinsätzen eine umfassende Fürsorgepflicht. Sie müssen die Sicherheitslage fortlaufend bewerten, ihre Mitarbeiter informieren und geeignete Schutz- sowie ggf. Evakuierungsmaßnahmen ergreifen.

Welche Evakuierungsrouten empfehlen Sie derzeit am häufigsten?

Das hängt natürlich immer von den aktuellen Begebenheiten sowie von dem aktuellen Standort der zu evakuierenden Personen ab. Aus den Emiraten haben wir vor allem in den Oman evakuiert, aus Katar, Bahrain und Kuwait vor allem nach Saudi-Arabien.

Ein Einsatz dieser Art ist für Arbeitgeber kostspielig. Warum lohnt sich dennoch eine gute Vorbereitung?

Weil man so frühzeitig Auslöser für mögliche Krisen erkennen und ggf. rechtzeitig Maßnahmen ergreifen kann. Eine gute Vorbereitung ist auch deshalb wichtig, weil so alle erforderlichen Daten für eine Evakuierung schnell zusammengetragen werden können, wodurch sich Verzögerungen vermeiden lassen. Ein etabliertes und aktives Reiserisikomanagement ist dabei äußerst hilfreich und trägt dazu bei, langfristig Kosten für Ad-hoc-Maßnahmen zu sparen.

Wie kann sich die Lage in der Golfregion weiterentwickeln und was wäre der Worst Case?

Die Lage bleibt dynamisch, auch weil zum Zeitpunkt dieses Interviews noch keine Details und keine Klarheit über den Waffenstillstand vorliegen. Eine erneute Eskalation nach Ablauf der 14 Tage oder durch ein Nichteinhalten der Waffenruhe ist nicht ausgeschlossen. Zu erwarten wäre dann, dass der Konflikt noch schärfer geführt würde als bisher.

Was raten Sie Unternehmen, die jetzt handeln wollen?

Sich vorzubereiten. Sie sollten Informationen der Mitarbeitenden vor Ort einholen, die für eine Evakuierung notwendig sind. Gegebenenfalls sollten sie Visa für Nachbarstaaten beantragen und Evakuierungschecklisten an die Mitarbeitenden vor Ort verteilen, damit diese ebenfalls anfangen können, wichtige Dokumente griffbereit zu lagern. Mittel- bis langfristig empfehlen wir Unternehmen, ihr Krisenmanagement zu überprüfen und zu analysieren, wie sie in der aktuellen Lage performt haben, um Lücken aufzudecken und zu schließen. Unternehmen dürfen die aus der aktuellen Krise gewonnenen Erkenntnisse nicht ungenutzt lassen.

Herr Hofmann, vielen Dank für das Gespräch!

Über Wolfgang Hofmann
Wolfgang Hofmann ist seit April 2018 als Regional Security Manager Germany & Austria bei International SOS in Frankfurt tätig. In dieser Position berät er Unternehmen zu globalen Sicherheitsrisiken für Dienstreisende und Entsandte. Zuvor war er 13 Jahre lang als Offizier bei der Bundeswehr tätig, wobei seine Schwerpunkte in den Bereichen militärische Aufklärung, Einsatzplanung und Krisenmanagement lagen. Er verfügt über akademische Abschlüsse in Sicherheitsmanagement sowie in Staats- und Sozialwissenschaften.

Über International SOS
International SOS bietet Unternehmen weltweit maßgeschneiderte Lösungen für Sicherheitsrisikomanagement, Gesundheit und Wohlbefinden. Mit branchenführender Technologie und globaler Expertise unterstützt International SOS Unternehmen rund um die Uhr bei Prävention, Krisenreaktion und der Wahrnehmung ihrer Fürsorgepflicht – an über 1.200 Standorten in 90 Ländern.

Das Interview erschien zuerst in unserer Fachzeitschrift:

Betriebliche Prävention

Redaktionsbeirat: Dr. Michael Au, Prof. Dr. Gudrun Faller, Prof. Dr.-Ing. Anke Kahl
Redaktion: Florian Gräfe

Programmbereich: Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit

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