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Neues Webportal  
22.10.2026

Informationsdienst Psychische Gesundheit des DZPG geht online

ESV-Redaktion HSE und Betriebssicherheit/DZPG
Mit dem neuen Informationsdienst schafft das DZPG ein verlässliches Informationsangebot für die Bevölkerung. (Foto: geralt/Pixabay)
Das Deutsche Zentrum für Psychische Gesundheit (DZPG) hat seinen neuen Informationsdienst Psychische Gesundheit gestartet.

Unter www.info-psyche.org finden Interessierte ab sofort wissenschaftlich fundierte und allgemeinverständliche Informationen rund um psychische Gesundheit und Erkrankungen. Das frei zugängliche Angebot wurde zusammen mit Wissenschaftler:innen des DZPG sowie Betroffenen und Angehörigen entwickelt und wird kontinuierlich ausgebaut.

Mit dem neuen Informationsdienst schafft das DZPG ein verlässliches Informationsangebot für die Bevölkerung. Im Mittelpunkt stehen nicht nur die Fragen, wie psychische Erkrankungen erkannt und behandelt werden, sondern auch wissenschaftlich gesichertes Wissen darüber, welche Faktoren die psychische Gesundheit schützen können, wie sich psychische Gesundheit stärken lässt und wie beginnende Erkrankungen möglichst früh erkannt werden können.

So bietet das Internetportal zum Beispiel ausführliche Informationen zu einzelnen psychischen Erkrankungen. Es informiert über Symptome und Verlauf, mögliche Ursachen und Risikofaktoren sowie Diagnose und Behandlung. Weitere Bereiche beschäftigen sich mit dem Leben mit psychischen Erkrankungen, mit psychischer Gesundheit in Schule, Ausbildung, Studium und Beruf sowie mit der Frage nach der Offenlegung im eigenen Umfeld sowie der Suche nach professioneller Hilfe.

DZPG-Sprecherin Prof. Silvia Schneider: „Gerade in unseren Zeiten der Desinformation ist es wichtig, eine verlässliche, wissenschaftlich fundierte und verständliche Anlaufstelle für die Bevölkerung zu schaffen und Prävention stark in den Mittelpunkt zu rücken.“
DZPG-Sprecher Prof. Peter Falkai ergänzt: „Eine psychische Erkrankung beginnt nicht erst mit der Diagnose. Wir wollen wissenschaftliche Erkenntnisse zugänglich machen, damit Menschen Belastungen früh erkennen und passende Hilfe suchen können.“

Entwickelt mit Wissenschaftler:innen, Betroffenen und Angehörigen

Die Inhalte des Informationsdienstes basieren auf dem aktuellen Stand der Forschung. Wo wissenschaftliche Erkenntnisse noch unsicher sind oder unterschiedliche Ergebnisse vorliegen, wird auch das transparent dargestellt. Gleichzeitig fließt die Perspektive von Menschen ein, die psychische Erkrankungen aus eigener Erfahrung kennen. Betroffene und Angehörige aus dem Trialogischen Zentrumsrat (TZR) des DZPG waren an der Entwicklung des Informationsdienstes und seiner Inhalte beteiligt und werden an dessen Weiterentwicklung kontinuierlich weiter mitwirken. Ihre Perspektive trägt dazu bei, Themen auszuwählen, relevante Fragen aufzugreifen und Informationen so aufzubereiten, dass sie den Bedürfnissen der Menschen entsprechen, für die sie bestimmt sind.

Erster Schwerpunkt zu Social Media und psychischer Gesundheit

Zusätzlich zu seinem wachsenden Informationsangebot greift der Informationsdienst regelmäßig aktuelle Schwerpunktthemen auf. Zum Start wird „Internet, Social Media und psychische Gesundheit“ behandelt. Der Schwerpunkt beleuchtet das Thema aus zwei Perspektiven:
Zum einen geht es darum, wie Social Media und andere digitale Angebote die psychische Gesundheit beeinflussen können. Beiträge erklären unter anderem, welche Rolle Nutzungsmuster, soziale Vergleiche, Algorithmen und Plattformdesign spielen, wann Mediennutzung problematisch werden kann und welche Erkenntnisse es zu Zusammenhängen mit Schlaf, Stress, Angst oder Depression gibt. Dabei macht der Informationsdienst auch deutlich, welche Zusammenhänge wissenschaftlich gut belegt sind und welche Fragen bislang offenbleiben.

Zum anderen nimmt der Schwerpunkt die Informationen über psychische Gesundheit in sozialen Medien in den Blick. Denn dort geteilte Erfahrungsberichte und Informationen können zwar Wissen vermitteln, Austausch ermöglichen und zur Entstigmatisierung beitragen. Aber gleichzeitig verbreiten sich dort vereinfachte Darstellungen psychischer Erkrankungen, zweifelhafte Selbsttests und vermeintlich eindeutige Diagnosen. Der Informationsdienst gibt Orientierung, wie Nutzer:innen solche Inhalte einordnen und verlässliche Gesundheitsinformationen erkennen können.

Über das Deutsche Zentrum für Psychische Gesundheit
Das DZPG ist ein vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt gefördertes Deutsches Zentrum der Gesundheitsforschung und bündelt die Expertise zahlreicher universitärer und außeruniversitärer Forschungseinrichtungen. Dank seines exzellenten wissenschaftlichen Ökosystems und seiner einzigartigen Infrastrukturen gelingt es den Forschenden des DZPG, aktuelle Bedarfe zu erkennen und wissenschaftliche Erkenntnisse schnell in die Anwendung und zu den Menschen zu bringen.

Quelle: Pressemitteilung DZPG

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Gefährdungen durch psychische Belastungen bei der Arbeit vermeiden

Herausgegeben von: Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA)

Programmbereich: Health, Safety, Environment (HSE)

Arbeitgeber sind arbeitsschutzgesetzlich dazu verpflichtet, Arbeit so zu gestalten, dass eine Gefährdung für das Leben und die Gesundheit möglichst vermieden und die verbleibende Gefährdung möglichst geringgehalten wird. Dabei ist auch die Gefährdung durch psychische Belastungen bei der Arbeit zu berücksichtigen.

Doch wann ist von einer Gefährdung durch psychische Belastungen bei der Arbeit auszugehen? Wie sollte und kann Arbeit gestaltet sein, um diese Gefährdungen möglichst zu vermeiden? Welche Gestaltungsherausforderungen stellen sich und was sind wichtige Erfolgsfaktoren für einen gelingenden Gestaltungsprozess? Der vorliegende Band vermittelt Ihnen fachlich fundiertes Wissen über

  • Gefährdungen durch psychische Belastungen bei der Arbeit sowie über Gestaltungsanforderungen und -optionen zur Gefährdungsvermeidung,
  • Anforderungen des Arbeitsschutzes unter Berücksichtigung einschlägiger Arbeitsschutzvorschriften und -regeln,
  • Gestaltungsoptionen für eine präventive betriebliche Arbeitsgestaltung,
  • Erfolgsfaktoren im betrieblichen Umgang mit Gefährdungen durch psychische Belastungen bei der Arbeit,
  • praktisch bewährte Empfehlungen für eine gelingende betriebliche Gestaltungspraxis.

In der Nachfolge des viel beachteten Bandes „Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung – Erfahrungen und Empfehlungen“ richtet sich das Buch an Expertinnen und Experten für Arbeitsschutz im Betrieb und in Beratungsfunktionen sowie an Dienstleistende im Themenfeld.


KKH-Analyse 09.09.2026
Stressdiagnosen bei Berufstätigen auf Höchststand
Berufstätige sind im vergangenen Jahr so häufig wie noch nie wegen akuter Belastungsreaktionen und Anpassungsstörungen im Job ausgefallen: Laut Daten der KKH Kaufmännische Krankenkasse kamen 2025 aufgrund dieser Diagnose knapp 119 Krankentage auf 100 Versicherte. Zum Vergleich: Im Vorjahr 2024 fehlten Arbeitnehmer:innen rund 112 Tage wegen derartiger Belastungen, die häufig durch Dauerstress und anhaltenden mentalen Druck entstehen. mehr …
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